Der Weg von der Schneiderin zur Teamleiterin

Anita Fux
07. Juli 2026

Seit fast drei Jahrzehnten prägt Anita Fux die Geschichte von KELLER Pressure mit. Vom Einstieg in die Produktion bis hin zur Teamleiterin hat sie den Wandel des Unternehmens hautnah miterlebt. Im Interview spricht sie über ihren ungewöhnlichen Einstieg, ihre persönliche Entwicklung und darüber, was sie bis heute motiviert.

 

Wie bist du ursprünglich zu KELLER Pressure gekommen?

Ursprünglich habe ich den Beruf der Damenschneiderin gelernt. An einer Veranstaltung habe ich eine Mitarbeiterin der Firma KELLER Pressure kennengelernt. Im Gespräch erwähnte sie, dass im Unternehmen gute Feinmotorik, eine ruhige Hand und präzises Arbeiten sehr gefragt sind. Da diese Eigenschaften gut zu mir passen, hat sie mir empfohlen, mich zu bewerben.

Daraufhin habe ich mich über KELLER Pressure informiert, mich beworben und wurde eingestellt. Das war im Jahr 1997.

 

Wie war es für dich, von der Stoffverarbeitung auf Sensorproduktion umzusteigen?

Es war natürlich eine Umstellung für mich. Das Fabrikambiente hat mir jedoch von Anfang an sehr gut gefallen. Die hohen Räume und grossen Fenster sorgten für eine helle und angenehme Arbeitsatmosphäre. An präzises und sorgfältiges Arbeiten war ich durch meine Ausbildung bereits gewöhnt.

 

Wie sah dein beruflicher Weg bei KELLER Pressure bisher aus?

Bis zu meinem Austritt aufgrund der Mutterschaft im Jahr 2002 arbeitete ich in der Produktion. Im Sommer 2003 kehrte ich in einem kleineren Pensum zu KELLER Pressure zurück, diesmal in die Abteilung Automotive im Bereich Messen/Löten. Dieses reduzierte Pensum war für mich als frischgebackene Mutter ideal. Besonders geschätzt habe ich, dass KELLER Pressure schon damals über eine eigene Kinderkrippe verfügte. So konnte ich gemeinsam mit meiner Tochter zur Arbeit gehen, sie dort in gute Hände zur Betreuung übergeben, meiner Arbeit nachgehen und sie am Feierabend wieder abholen. Mein Pensum habe ich nach und nach erhöht, später wechselte ich zurück in die Abteilung Auswertung / Prüfung. Im April 2018 übernahm ich den neu geschaffenen Bereich «Litzen löten / vergiessen», den ich selbst aufbauen durfte. Mittlerweile besteht das Team aus sechs Mitarbeiterinnen.

Was bereitet dir in deiner aktuellen Rolle am meisten Freude?

Ganz klar die Abwechslung. Ausserdem mag ich die Kombination aus PC-Arbeit und handwerklichen Tätigkeiten. Und natürlich der Kontakt mit den anderen Mitarbeitenden aus verschiedenen Abteilungen und Funktionen.

 

Wenn du auf deine bisherige Entwicklung zurückblickst: Was war ein wichtiger Meilenstein für dich?

Ein sehr zentraler Meilenstein war für mich der Wechsel in die Rolle als Teamleiterin. Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen und war glücklich, diesen Schritt machen zu können.

 

Wie hast du deine persönlichen Entwicklungs- und Fördermöglichkeiten bei KELLER Pressure erlebt?

Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene interne Weiterbildungen zu absolvieren, beispielsweise in den Bereichen Weichlöten, Sensorik, Elektronik und ESD. Im Zuge meines Rollenwechsels besuchte ich zudem ein externes zweitägiges Führungsseminar, aus dem ich viele wertvolle Impulse mitnehmen konnte. In der Praxis hatte ich schon einige anspruchsvolle Personalsituationen erlebt, die es zu lösen galt. Besonders geschätzt habe ich dabei die Unterstützung durch das HR. Sehr hilfreich finde ich auch die kollegialen Lerngruppen bei KELLER Pressure. Führungspersonen treffen sich dabei viermal pro Jahr in bereichsübergreifend zusammengestellten Kleingruppen zum Austausch. Ziel ist es, voneinander zu lernen und neue Denkanstösse für den Führungsalltag zu erhalten.

 

Thema Frauen in Führungsrollen – was glaubst du braucht es grundsätzlich (unabhängig von KELLER Pressure), damit mehr Frauen eine Führungsrolle übernehmen?

Aus meiner Erfahrung braucht es als Frau oft etwas mehr Durchsetzungsvermögen. Zudem habe ich manchmal den Eindruck, dass Frauen in Führungsrollen stärker beobachtet werden und sich häufiger beweisen müssen. Viele Frauen bringen wertvolle Ideen ein, treten dabei aber eher zurückhaltend auf. Ich denke, wir dürfen uns öfter trauen, unsere Stärken sichtbar zu machen.

Anita Fux
Teamleiterin Litzen löten / vergiessen

«Viele Frauen bringen wertvolle Ideen ein, treten dabei aber eher zurückhaltend auf. Ich denke, wir dürfen uns öfter trauen, unsere Stärken sichtbar zu machen.»

Wie erlebst du die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei KELLER Pressure? Was hilft dir persönlich dabei, beides in Einklang zu bringen?

Die flexiblen Arbeitszeiten sowie die eigene Kinderkrippe haben mir sehr geholfen, Beruf und Familie gut zu vereinbaren. Auch die gleitenden Arbeitszeiten mit den sehr humanen Blockzeiten schätze ich bis heute sehr.

 

Wie würdest du die Zusammenarbeit im Team und die Unternehmenskultur beschreiben?

Obwohl das Unternehmen stetig gewachsen ist, ist der Umgang sehr vertraut geblieben. Wir pflegen eine Du-Kultur und begegnen uns auf Augenhöhe.

 

Was schätzt du besonders an KELLER Pressure als Arbeitgeber?

Besonders schätze ich die flexiblen Arbeitszeiten und meinen kurzen Arbeitsweg. Aber auch die kostenlosen Angebote wie Getränke oder das gratis Znüni zweimal pro Woche sind ein schönes Zeichen der Wertschätzung.

 

Was war bisher einer deiner schönsten Momente bei KELLER Pressure?

Ein Highlight war für mich klar die Übernahme meiner Führungsrolle im Jahr 2018.

Eine weitere schöne Erinnerung fällt in die Zeit des einstigen Gründer Hannes W. Keller. Gegen Abend ging er jeweils durch die Abteilungen und schaute den Mitarbeitenden, die noch da waren, über die Schulter. Er hatte einen sehr leisen Gang, sodass man ihn kaum bemerkte. Er interessierte sich dafür, was in der Produktion läuft, stellte meist ein paar Fragen und ging anschliessend – mit hinter dem Rücken verschränkten Armen – wieder weiter. Bei dieser Erinnerung muss ich heute noch schmunzeln.

 

Was motiviert dich, bei KELLER Pressure zu bleiben und dich weiterzuentwickeln?

Ich liebe meinen Job. Mit dem, was ich mache, bin ich am richtigen Ort. Als Winterthurerin schätze ich zudem sehr den kurzen Arbeitsweg. So kann ich zum Beispiel über Mittag mit dem Velo nach Hause fahren. Auch die Modernisierung der letzten Jahre empfinde ich als sehr positiv. Zum Beispiel mussten wir früher den Warenbestand manuell klären – heute können wir alles direkt im System überprüfen und Bestellungen selbständig auslösen. Das ist eine grosse Erleichterung für uns.

 

Warum würdest du KELLER Pressure als Arbeitgeber weiterempfehlen?

Ganz klar wegen der Abwechslung, kein Tag ist wie der andere. Zudem sind die Arbeitszeiten sehr attraktiv, und mit dem Neubau «Diamant» sowie dem Pocket-Park entsteht nun eine neue, sehr attraktive Arbeitsumgebung..

 

Anitas Geschichte zeigt: Bei KELLER Pressure sind vielfältige Karrierewege möglich.
Vielleicht beginnt hier auch deine persönliche Erfolgsgeschichte: KELLER Pressure | Jobs

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